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Nachbarschaftliches Miteinander

Hallo zusammen,

Hier ein paar Gedanken dazu, die kleine Welt, in der wir leben, schöner zu machen.

In einem Neubaugebiet siedeln sich meist junge Familien an. Alle in einer ähnlichen Lebenssituation. Alle mit einem Einfamilienhaus für Eltern und Kinder.

Schaut man sich heute die Straßen an, die vor 50, 40 Jahren bebaut wurden, so hat sich die Nachbarschaft deutlich verändert.

In manchen Häusern wohnen noch die zwei Erbauer (jetzt in Rente und ohne Kinder), in anderen lebt nur noch einer.

Manchmal steht eine Etage oder gar das ganze Haus auch viele Jahre leer.

Oder ein Grundstück wurde bis heute gar nicht erst bebaut.

In anderen Häusern leben 3 oder gar 4 Generationen unter einem Dach. Hier spielt das Thema Nachverdichtung (Umbau, Anbau, Ausbau) eine große Rolle.

Manche Häuser sind vermietet. Manchmal wohnt der Eigentümer in der Nähe, manchmal aber auch nicht. Manches alte Einfamilienhaus wird abgerissen und dafür ein neues Mehrparteienhaus gebaut. Hier gibt es Mietwohnungen oder auch Eigentumswohnungen.

All diese verschiedenen Möglichkeiten zu wohnen und zu leben stellen die Gemeinde vor Herausforderungen. Der eine will groß ausbauen. Der Nachbar am liebsten Verkleinern. Der Grundsatz: "sich an der Nachbarbebauung orientieren" hilft im Einzelfall nicht weiter, weil die Bedürfnisse eben deutlich unterschiedlicher sind als im ursprünglichen Neubaugebiet.

Ein weiterer Faktor, der zur Diversifikation, zur Vielfalt des Wohnens beiträgt, ist der Zuzug.
In den 70ern kam dieser vor allem aus den umliegenden Gemeinden. Heute sieht das ganz anders aus. Menschen aus ganz Bayern, ganz Deutschland oder noch weiter weg, finden den Weg in unsere Gemeinde. Dorfmenschen und Stadtmenschen. Und alle mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen - auch im Umgang mit der Nachbarschaft.

Bemerkenswert ist auch, dass sich das Zusammenleben schon in der Parallelstraße deutlich voneinander unterscheiden kann. In der einen Straße Einfamilienhäuser, in der anderen Mietshäuser. Beides im selben "Eck" von Reichertshausen.

Was kann man nun tun, um ein gutes Mikroklima zu schaffen? Ich meine damit die kleine Welt, die fußläufig vor der eigenen Haustür beginnt.

Schön ist es, die Leute kennenzulernen, die in der selben Straße wohnen. Denn das unterscheidet doch die Dorfgemeinschaft von der anonymen Stadt.

Um das zu fördern, sind Straßenfeste eine gute Idee.

Organisiert in Eigeninitiative durch die Anwohner.

Was kann die Gemeinde tun? Sie macht viel (mehr als das Umland) um die Vereine zu unterstützen. Warum nicht auch Bürger, die sich zum Wohle des Miteinanders engagieren.

Ich denke hier an einen Leitfaden, der Nützliches und Rechtliches auflistet.

Was muss beachtet werden? Was muss wann bei welcher Stelle gemeldet oder genehmigt werden?

Was ist hilfreich? Gibt es Tipps und Erfahrungswerte von Personen, die so etwas schon einmal organisiert haben?

Ein solcher Leitfaden für Straßenfeste ist sicher nichts, was eine Gemeindeverwaltung zwingend machen muss.

Aber wenn sich dadurch mehr Geselligkeit in unseren Straßen entwickelt, haben wir alle als Gemeinschaft sehr viel gewonnen. Und der Aufwand ist überschaubar.

Hat hier in diesem Forum schon jemand Tipps zu Straßenfesten?

Oder gibt es noch andere Ideen, wie man die Menschen in der Nachbarschaft zusammenbringt?

VG Simone